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Об альбоме
Fleisch und Befehl — немецкоязычный концептуальный альбом о безымянном промышленном государстве, считающем человеческое тело общественной собственностью. Граждан измеряют, нумеруют и наделяют функцией. Труд, образование, дисциплина и церемония слились в единую систему, где повиновение представлено одновременно священным долгом и физическим фактом.
Цикл движется от институционального присвоения к внутреннему сопротивлению. «Der Körper gehört uns» формулирует притязание режима; «Mach mit» придаёт капитуляции соблазнительно коллективное звучание; «Mutter aus Eisen» превращает фабрику во властного механического родителя. Затем машины переселяются под кожу, а «Das brave Kind» показывает, как взрослая покорность репетировалась в детстве. Запретный голос по радио нарушает молчание, прежде чем заглавная композиция сведёт конфликт к предельно прямому обмену: приказ против отказа.
Две последние композиции отказываются от лёгкой победы. «Brenn das Zeichen aus» атакует выжженные на теле символы, но предупреждает, что восстание способно породить новые знаки власти. «Nach der letzten Schicht» останавливает машины и следует за рабочими наружу — без расписания, лидера и общей цели. Свобода стала возможной, но альбом оставляет открытым вопрос, способны ли сформированные приказами люди жить, не воспроизводя их.
Список композиций
- 1Der Körper gehört uns4:57
- 2Mach mit3:56
- 3Mutter aus Eisen3:52
- 4Unter meiner Haut4:43
- 5Das brave Kind4:29
- 6Der Mund darf nicht sprechen4:22
- 7Fleisch und Befehl3:32
- 8Brenn das Zeichen aus4:11
- 9Nach der letzten Schicht5:19
Звуковая палитра
Пластинка помещает театральный немецкий вокал в повреждённый студийный язык 1977 года, а не в современный индастриал-метал. Сухие моторик-барабаны, церемонии напольных томов и ответы топающих сапог задают физический порядок; густой фузз-бас либо сцепляется с этим пульсом, либо утягивает его в более медленные, ползучие формы. Абразивная электрогитара используется экономно: укрепляет прямолинейные фигуры и усиливает давление, не стремясь постоянно выйти на передний план.
Перегруженные органы Hammond и Farfisa несут основную клавишную тяжесть. Подготовленное фортепиано, фисгармония и примитивные аналоговые секвенции расширяют машинный мир, не полируя его. Удары по листовому металлу, цепи, реле, сирены, коротковолновый шум и смонтированные на плёнке голоса организованы как музыкальные события, а не декоративные эффекты. Финальная композиция постепенно разбирает эту архитектуру, пока пульс не уступает обнажённому, неопределённому свободному времени.
- Моторик-барабаны
- Напольные томы и сухой малый барабан
- Фузз-бас
- Перегруженная электрогитара
- Орган Hammond
- Орган Farfisa
- Подготовленное фортепиано
- Фисгармония
- Аналоговые секвенсоры
- Перкуссия из металла и цепей
- Коротковолновый радиошум
- Индустриальные плёночные петли
Архивные заметки
Начальный протокол описывает тело прежде, чем оно успевает заговорить за себя. Пальцы, зубы, лёгкие и жесты становятся строками системы, принимающей измерение за право собственности. Затем толпа предлагает избавление от одиночества, но принадлежность покупается ценой имени.
В середине альбома власть меняет масштаб. Она предстаёт железной матерью, проводом под кожей и уроком, который ребёнку преподают за столом. Подавленная речь вырывается через антенну, превращая один молчащий рот в город нестабильных сигналов.
Отказ не создаёт свободу автоматически. Огонь может удалить знак и тут же стать новым ритуалом; открытые ворота способны показать, насколько глубоко приказ сформировал тех, кто через них проходит. Последний звук — не победный марш, а отдельные шаги: каждый человек уходит по-своему.
Тексты песен
All nine tracks feature German-language vocals. The lyrics are presented without verse, chorus, intro or production labels.
Zähl die Finger, zähl die Zehen Dreh dich um, wir wollen sehen Haut und Zähne, Blut und Pflicht Dein Gesicht gehört dir nicht Bei der Geburt wird Maß genommen Noch bevor die Worte kommen Man prüft den Rücken, prüft den Mund Und erklärt den Mangel für gesund Jeder Knochen wird beschrieben Jeder Wunsch wird ausgetrieben Was du fühlst, wird registriert Was du bist, wird korrigiert Der Körper gehört uns Der Atem wird gezählt Der Körper gehört uns Bis keiner mehr fehlt Der Körper gehört uns Vom Scheitel bis zum Fuß Der Körper gehört uns Weil jeder dienen muss Deine Hände sind zum Tragen Deine Lippen nicht zum Fragen Deine Augen sind gemacht Für das Licht in jeder Nacht Deine Schultern für die Lasten Deine Finger für die Tasten Deine Beine für den Gang Immer weiter, lebenslang Der Körper gehört uns Der Atem wird gezählt Der Körper gehört uns Bis keiner mehr fehlt Der Körper gehört uns Das Fleisch erfüllt den Plan Der Körper gehört uns Von Anfang an Wenn du schläfst, bleibt etwas offen Wenn du träumst, wird mitgetroffen Jede Regung, jeder Laut Wird vermessen und verdaut Keine Wunde bleibt verborgen Keine Angst gehört dem Morgen Selbst dein Schweigen wird verhört Bis es unsre Ruhe stört Der Körper gehört uns Das Herz schlägt auf Befehl Der Körper gehört uns Und kennt nur dieses Ziel Der Körper gehört uns Der Atem wird gezählt Der Körper gehört uns Bis keiner mehr fehlt Heb die Arme Zeig die Hände Beug den Rücken Bis zum Ende Öffne langsam deinen Mund Sprich den Satz und bleib gesund Mein Blut ist nur geliehen Mein Wille darf verglühen Mein Fleisch erfüllt die Pflicht Mein Körper gehört mir nicht In den Hallen, in den Reihen Lernen wir, uns selbst zu leihen Jeder Schritt im gleichen Takt Bis der Takt uns alle packt Doch tief unter meiner Zunge Liegt ein Wort, noch klein und jung Kein Register kennt sein Ziel Keine Maschine weiß, was es will Der Körper gehört uns Der Atem wird gezählt Der Körper gehört uns Bis keiner mehr fehlt Der Körper gehört uns Vom Scheitel bis zum Fuß Der Körper gehört uns Weil jeder dienen muss Der Körper gehört uns Der Körper gehört uns Der Körper gehört uns Doch unter meiner Zunge Spricht etwas ohne Befehl
Komm näher Komm herein Heute musst du Niemand sein Draußen friert der Einzelne Drinnen brennt das Licht Draußen hört dich niemand rufen Drinnen brauchst du dich nicht Wir geben dir die Richtung Wir geben dir den Schritt Du musst nur einmal nicken Und alle nehmen dich mit Eine Hand Wird zur Wand Ein Gesicht Kennt man nicht MACH MIT! MACH MIT! Keiner bleibt am Rand zurück MACH MIT! MACH MIT! Jeder Schritt ist unser Glück MACH MIT! MACH MIT! Gib uns Stimme, Hand und Blick MACH MIT! MACH MIT! Und du gehörst uns Stück für Stück Wir tragen gleiche Farben Wir sprechen gleich und klar Wir singen gleiche Lieder Bis keiner anders war Du brauchst hier keine Fragen Du brauchst hier keinen Plan Die Menge kennt den Ausgang Und geht dir stets voran Ein Befehl Wird zum Ziel Ein Gesicht Kennt man nicht MACH MIT! MACH MIT! Keiner bleibt am Rand zurück MACH MIT! MACH MIT! Jeder Schritt ist unser Glück MACH MIT! MACH MIT! Gib uns Stimme, Hand und Blick MACH MIT! MACH MIT! Und du gehörst uns Stück für Stück Wir feiern deine Ankunft Wir löschen deinen Namen Wir öffnen dir die Arme Und schließen sie wie Rahmen Du wolltest doch dazugehören Du wolltest nicht allein Nun steh nicht vor der Schwelle Nun tritt gefälligst ein Mach mit Nur ein Wort Nur ein Schritt Nur ein Blick Mach mit Eine Hand Eine Pflicht Kein Zurück Mach mit Mach mit Mach mit Jetzt hörst du deine Stimme Doch sie klingt nicht mehr nach dir Sie kommt aus hundert Kehlen Und jede steht dafür Du hebst mit uns die Hände Du hältst mit uns den Takt Und merkst erst als wir schweigen Was die Menge aus dir macht MACH MIT! MACH MIT! Keiner bleibt am Rand zurück MACH MIT! MACH MIT! Jeder Schritt ist unser Glück MACH MIT! MACH MIT! Gib uns Stimme, Hand und Blick MACH MIT! MACH MIT! Und du gehörst uns Stück für Stück MACH MIT! MACH MIT! MACH MIT! MACH MIT! Draußen friert der Einzelne Drinnen bist du Nicht mehr du
Sie baut Sie nährt Sie nimmt Sie steht im Rauch Sie kennt kein Licht Sie trägt ein Herz Doch schlägt es nicht Sie gibt dir Milch Aus schwarzem Rohr Sie legt dir Draht In Mund und Ohr Sie ruft dich heim Sie zieht dich ein Du darfst ihr Kind Du musst ihr sein MUTTER AUS EISEN FRISS DEIN KIND MUTTER AUS EISEN BIS WIR EISEN SIND MUTTER AUS EISEN DRÜCK MICH FEST MUTTER AUS EISEN BIS NICHTS ÜBRIG BLEIBT Sie wäscht dein Fleisch Mit heißem Öl Sie nennt den Schmerz Ein gutes Ziel Sie biegt den Rücken Bricht den Blick Und gibt dir jeden Teil zurück Sie macht dich rein Sie macht dich klein Du darfst ihr Kind Du musst ihr sein MUTTER AUS EISEN FRISS DEIN KIND MUTTER AUS EISEN BIS WIR EISEN SIND MUTTER AUS EISEN DRÜCK MICH FEST MUTTER AUS EISEN BIS NICHTS ÜBRIG BLEIBT Sie kennt die Stelle Wo du weich bist Sie kennt das Wort Das du verschweigst Sie hält dich fest Mit heißer Hand Und nennt den Käfig Vaterland Mutter Mach mich hart Mutter Mach mich kalt Mutter Nimm mein Fleisch Mutter Gib mir Halt Wenn deine Hände Nicht mehr geh’n Wird sie dich öffnen Und verstehen Sie nimmt den Namen Aus dem Mund Und gießt dich neu Aus ihrem Grund MUTTER AUS EISEN FRISS DEIN KIND MUTTER AUS EISEN BIS WIR EISEN SIND MUTTER AUS EISEN DRÜCK MICH FEST MUTTER AUS EISEN BIS NICHTS ÜBRIG BLEIBT MUTTER AUS EISEN MUTTER AUS EISEN FRISS DEIN KIND FRISS DEIN KIND Sie baut Sie nährt Sie nimmt Sie liebt
Da ist etwas Unter meiner Haut Es schläft nicht Es wartet In der Nacht beginnt es leise Zählt die Rippen, zieht die Kreise Kriecht am Rücken langsam hoch Findet jedes kleine Loch Zwischen Muskel, Blut und Sehne Liegt ein Draht in jeder Vene Wenn ich atme, atmet es Wenn ich schweige, spricht es fest Unter meiner Haut Wächst ein fremdes Wort Unter meiner Haut Kennt es jeden Ort Unter meiner Haut Schlägt es gegen mich Unter meiner Haut Werde ich zu dir Meine Finger zucken weiter Ohne Wunsch und ohne Leiter Meine Zunge formt den Klang Den ich niemals vorher sang In den Augen blitzt ein Zeichen Will dem meinen nicht mehr gleichen Und im Spiegel hinter mir Steht mein Körper ohne mir Unter meiner Haut Wächst ein fremdes Wort Unter meiner Haut Kennt es jeden Ort Unter meiner Haut Schlägt es gegen mich Unter meiner Haut Werde ich zu dir Nicht bewegen Nicht berühren Nicht entfernen Nicht verlieren Ich versuchte es zu schneiden Doch die Klinge blieb im Leiden Aus der Wunde kam kein Blut Nur ein schwarzer Draht voll Glut Er umschlang mir beide Hände Zog sie langsam an die Wände Und aus meinem offenen Mund Kam ein Ton, tief und gesund Der Fremdkörper wurde nicht gefunden Der Fremdkörper ist der Körper Nun bewegt es meine Beine Nun behauptet es, sie seien meine Nun bewohnt es mein Gesicht Und verspricht, es schmerze nicht Jede Narbe wird zur Türe Jeder Nerv zu seiner Schnüre Und tief unter meinem Herz Dreht ein Zahnrad ohne Schmerz Unter meiner Haut Ist kein fremdes Wort Unter meiner Haut War es immer dort Unter meiner Haut Schlägt es nicht mehr mich Unter meiner Haut Bin ich nicht mehr ich Da ist nichts Unter meiner Haut Nur ich Nur ich Nur ich
Eins für die Hand Zwei für den Mund Drei für das Kind Das niemals fragt warum Das brave Kind sitzt still am Tisch Die Hände sauber, das Lächeln frisch Es kaut die Worte, schluckt sie ein Und lernt, ein guter Mund zu sein Das brave Kind schaut geradeaus Es kennt den Weg, es kennt das Haus Es weiß, dass jede offene Tür Nur offen bleibt für Kinder wie wir Wer nicht hört Wird gehört Wer nicht sieht Wird gesehen SEI BRAV! HÄNDE AUF DEN TISCH SEI BRAV! LÄCHLE, WENN ICH SPRICH SEI BRAV! KEINER FRAGT DICH WARUM SEI BRAV! SONST DREHEN WIR DICH UM Das brave Kind steht in der Reih’ Es zählt bis zehn und denkt sich frei Doch bei der sieben bleibt es steh’n Denn niemand darf die acht schon seh’n Das brave Kind kennt jedes Wort Es sagt sie nach, sofort, sofort Und wenn ein Satz zu menschlich klingt Wird er so lang geübt, bis er singt Wer nicht hört Wird gehört Wer nicht sieht Wird gesehen SEI BRAV! HÄNDE AUF DEN TISCH SEI BRAV! LÄCHLE, WENN ICH SPRICH SEI BRAV! KEINER FRAGT DICH WARUM SEI BRAV! SONST DREHEN WIR DICH UM Eins macht leise Zwei macht klein Drei schließt alle Türen ein Vier nimmt Namen Fünf nimmt Zeit Sechs macht jedes Kind bereit Sieben wartet Acht bleibt stumm Neun sieht weg Zehn dreht dich um Das brave Kind kommt spät nach Haus Die Mutter zieht die Schuhe aus Sie fragt nicht, wo die Flecken sind Sie weiß, man prüft ein braves Kind Das brave Kind liegt nachts im Bett Die Decke schwer, das Kissen nett Und an der Wand, ganz ohne Licht Übt jemand leise sein Gesicht SEI BRAV! HÄNDE AUF DEN TISCH SEI BRAV! LÄCHLE, WENN ICH SPRICH SEI BRAV! KEINER FRAGT DICH WARUM SEI BRAV! SONST DREHEN WIR DICH UM Sag deinen Namen Sag ihn klar Sag deinen Namen Wie er gestern war Sag deinen Namen Sag ihn nicht Das brave Kind Hat kein Gesicht SEI BRAV! HÄNDE AUF DEN TISCH SEI BRAV! LÄCHLE, WENN ICH SPRICH SEI BRAV! KEINER FRAGT DICH WARUM SEI BRAV! SONST DREHEN WIR DICH UM SEI BRAV! SEI BRAV! DAS BRAVE KIND BLEIBT NIEMALS STUMM Eins für die Hand Zwei für den Mund Drei für das Kind Das fragt nicht mehr warum
Null sieben sieben Kanal ohne Land Stimme nicht erlaubt Sender unbekannt Der Mund bleibt zu, die Lampe glüht Ein roter Punkt, der alles sieht Ich sitze still im dunklen Raum Doch meine Stimme nimmt den Strom Sie läuft durch Draht, sie läuft durch Wand Sie findet jedes fremde Land Kein Wächter kennt ihr Gesicht Der Mund bleibt stumm, die Leitung nicht DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DIE ANTENNE SPRICHT DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DOCH DER ÄTHER VERGISST MICH NICHT ICH SENDE DURCH DIE NACHT BIS JEDES FENSTER WACHT DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DIE ANTENNE SPRICHT Am Morgen löscht man meinen Ton Am Abend lebt er wieder schon Er springt von Dach zu Dach entlang Und trägt im Rauschen meinen Klang Man dreht die Regler gegen mich Man sucht den Satz, man findet ihn nicht Denn jedes Wort zerfällt im Wind Und setzt sich neu zusammen, blind DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DIE ANTENNE SPRICHT DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DOCH DER ÄTHER VERGISST MICH NICHT ICH SENDE DURCH DIE NACHT BIS JEDES FENSTER WACHT DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DIE ANTENNE SPRICHT Hier spricht niemand Hier spricht jeder Frequenz verloren Stimme wieder Nordkanal Südkanal Kein Signal Überall Nun summt die Stadt in meinem Ton Die Häuser kennen ihn schon Aus Küchen, Kellern, Draht und Licht Kommt tausendfach mein Angesicht Der Mund bleibt zu, der Sender lacht Ein kleiner Funke hält uns wach Und wenn man morgen alles bricht Bleibt etwas übrig im Bericht DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DIE ANTENNE SPRICHT DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DOCH DER ÄTHER VERGISST MICH NICHT ICH SENDE DURCH DIE NACHT BIS JEDES FENSTER WACHT DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DIE ANTENNE SPRICHT DER MUND DARF NICHT SPRECHEN DIE ANTENNE SPRICHT Null sieben sieben Kanal ohne Land Die Stimme ist beendet Der Sender brennt
Du nimmst die Hand Du nimmst den Mund Du nimmst das Maß Du nimmst den Grund Du legst das Wort In meinen Hals Du nennst es Pflicht Ich nenne es Gewalt Du willst den Blick Du willst die Haut Du willst den Ton Bevor er laut Du willst mein Ja Noch vor der Wahl Du willst den Menschen Nur als Zahl Willst du den Körper Bis er dir gehört? Willst du die Stimme Bis sie nichts mehr stört? Willst du das Fleisch Bis kein Wille mehr zählt? Willst du den Befehl Bis er selber befiehlt? Du fragst Ich schweige Du fragst Ich bleibe Du fragst Ich sehe dich an Du fragst So lange ich kann FLEISCH UND BEFEHL EINE HAND EIN HALS FLEISCH UND BEFEHL EIN WORT GEWALT FLEISCH UND BEFEHL DU NIMMST ZU VIEL FLEISCH UND BEFEHL ICH BIN NICHT DEIN ZIEL Der Körper hört Der Körper wartet Der Körper weiß Der Körper antwortet Du gibst den Befehl Ich gebe nichts Du gibst den Befehl Ich rühre mich nicht Du gibst den Befehl Das Eisen schreit Du gibst den Befehl Das Fleisch sagt nein Nein Nein Nein
Feuer nimmt Feuer gibt Was im Körper geschrieben ist Wird im Feuer wieder sichtbar Sie schlugen mir das Zeichen ein Mit heißem Stahl und kaltem Blick Es fraß sich durch die erste Haut Und rief mich jeden Morgen zurück Ich trug es unter Hemd und Hand Ich trug es nachts in meinem Traum Es war nur klein, doch überall Es nahm dem Körper seinen Raum BRENN DAS ZEICHEN AUS BRENN ES AUS WAS IM FLEISCH GESCHRIEBEN STEHT STEIGT ALS ASCHE WIEDER AUF Ich legte Eisen in die Glut Ich sah, wie es die Farbe nahm Ich hielt es an den fremden Namen Bis der Name zu mir kam Die Haut ging auf, der Rauch stieg hoch Der Schmerz sprach deutlich, Wort für Wort Zum ersten Mal befahl mir niemand Wie ich litt und wann und wo BRENN DAS ZEICHEN AUS BRENN ES AUS WAS IM FLEISCH GESCHRIEBEN STEHT STEIGT ALS ASCHE WIEDER AUF Dann kamen Hände aus der Reihe Dann kam ein Arm, dann kam ein Mund Bald glühte Eisen an den Wänden Bald lief das Feuer durch den Grund Wir brannten Zahlen, Namen, Ränge Wir brannten jede alte Pflicht Bis aus dem Rauch ein neuer Sprecher Uns dieselben Worte spricht Asche auf die Stirn Asche auf die Hand Asche in den Mund Asche für das Land Asche für die Toten Asche für das Ziel Asche wird zum Zeichen Asche wird Befehl BRENN DAS ZEICHEN AUS BRENN ES AUS WAS IM FLEISCH GESCHRIEBEN STEHT STEIGT ALS ASCHE WIEDER AUF BRENN DAS ZEICHEN AUS BRENN ES AUS DER ALTE NAME IST VERBRANNT DER NEUE STEHT SCHON AUF DER HAUT Feuer nimmt Feuer gibt Was im Körper geschrieben ist Wird im Feuer wieder sichtbar
Die Sirene hebt den Mund Doch kein Ton verlässt das Dach Die Maschinen laufen weiter Nur aus alter Kraft noch wach Keiner dreht den roten Schalter Keiner zählt den letzten Takt Und zum ersten Mal seit Jahren Wird die Schicht nicht zugemacht Eine Schraube fällt zu Boden Rollt allein bis an die Wand Hundert Hände bleiben offen Ohne Werkzeug, ohne Stand Das Band trägt noch einen Körper Aus Metall und schwarzem Glas Dann bleibt alles mitten stehen Als vergaß es, was es war Jemand öffnet beide Tore Nicht auf Zeichen, nicht auf Zeit Draußen liegt ein heller Morgen Unbenutzt und viel zu weit Keiner tritt zuerst nach draußen Keiner weiß, wohin man geht Denn ein Weg, der nicht befohlen Ist ein Weg, der sich nicht dreht Einer liest die alten Listen Jede Nummer, jeden Strich Dann fragt jemand in die Stille: Welcher Name war noch ich? Keine Antwort aus den Kästen Keine Stimme aus dem Rohr Nur ein Husten, nur ein Räuspern Kommt zum ersten Mal hervor Eine Frau zieht ihre Handschuhe Langsam von den Fingern ab Sie betrachtet ihre Hände Als ob sie sie niemals sah Ein Mann legt beide Handflächen Auf den kalten Hallenstein Nicht zum Arbeiten, nicht zum Tragen Nur um warm und still zu sein Dann geht einer durch die Tore Nicht nach links und nicht nach rechts Einfach weiter, ohne Ordnung Ungeprüft und ungerecht Seine Schritte sind verschieden Keiner fällt in gleichen Takt Und die anderen hören lange Wie ein einzelner sich macht An der Wand bleibt eine Uhr stehen Niemand zieht sie wieder auf Mittag kommt, doch ohne Glocke Abend folgt in freiem Lauf Manche bleiben in der Halle Manche setzen sich ins Gras Manche warten auf Befehle Bis die Dunkelheit sie fraß Keine Fahne wird verbrannt Keine Krone wird zerschlagen Keine Rede, keine Antwort Nur die ersten eignen Fragen Wo wird morgen Wasser fließen? Wer begräbt, was übrig blieb? Wer entscheidet, wer wir werden? Wer bestimmt, was keiner schrieb? Die Motoren sind verschwunden Die Gebäude werden klein Hinter uns liegt Fleisch und Befehl Vor uns liegt noch gar nichts, nein Einer lacht, doch nicht vor Freude Einer weint, doch nicht vor Schmerz Jemand atmet ohne Zähler Und erschrickt am eignen Herz Dann geht jeder Anders fort
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