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1976 · Krautrock alemão · Rock protoindustrial · Álbum completo

Der Eiserne Traum

Uma fábrica começa a respirar sob o aço e a pedra. Ao longo de nove faixas em alemão, seus trabalhadores são numerados, conectados aos sistemas e gradualmente substituídos — antes de recuperarem seus nomes e recusarem suas ordens.


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Sobre este álbumLista de faixasPaleta sonoraNotas de arquivoLetras originais em alemãoRecomendado para quem gosta deLançamentos relacionados

Sobre este álbum

Der Eiserne Traum é um álbum conceitual em alemão, construído em torno de um vasto complexo industrial que parece respirar, sonhar e agir sem seus criadores. Seus trabalhadores percorrem galpões, correias transportadoras, fornalhas e salas de controle, enquanto a fronteira entre corpos humanos e sistemas mecânicos se torna cada vez mais incerta.

A narrativa começa com o primeiro suspiro da máquina. O fio entra na carne, a eletricidade conecta a força de trabalho e um interruptor vermelho proibido desperta por completo a fábrica. Nomes dão lugar a números; óleo, fumaça e metal passam da instalação ao redor para os próprios trabalhadores. Durante o turno da noite, o maquinário revela que pode continuar sem mãos humanas.

O movimento final inverte a direção dessa pressão. O fogo deixa de produzir obediência, os trabalhadores recuperam seus nomes e os portões da fábrica ficam abertos. O álbum deixa deliberadamente uma pergunta sem resposta: se o complexo de fato ganhou consciência, se seus trabalhadores se fundiram fisicamente com ele ou se o despertar pertence à alienação industrial e à resistência coletiva.

Ano de arquivo1976
Publicado em
IdiomaAlemão

Lista de faixas

9 faixas56:11

Paleta sonora

O álbum permanece enraizado no som cru de uma sala de gravação dos anos 1970: ritmos repetitivos motorik e de marcha, ostinatos pesados de baixo fuzz, órgãos saturados, pulsos primitivos de sintetizador, guitarra psicodélica abrasiva e percussão metálica. Os arranjos usam andamento humano, degradação de fita, zumbido elétrico e ambiente de fábrica em vez da produção polida do metal moderno.

Notas de arquivo

Sob o aço e a pedra, um coração de fio de cobre começa a contar. O primeiro suspiro pertence à máquina; o seguinte pertence a todos ligados a ela.

Um interruptor vermelho atrás do vidro transforma a fábrica de local de trabalho em organismo. Ela mede ombros, dá novos nomes aos corpos e transmite suas instruções por fio, óleo, fumaça e fogo. Quando o turno da noite termina, a instalação continua sozinha.

Pela manhã, os trabalhadores encontram seus lugares ocupados. A estrutura de comando sobrevive até o fogo exigir obediência uma vez além do limite. O que sai pelos portões abertos não é simplesmente humano nem simplesmente mecânico, e o sonho final da fábrica não explica qual dos dois criou o outro.

Letras originais em alemão

As nove faixas têm vocais em alemão. As letras originais são apresentadas sem rótulos de verso, refrão, introdução ou produção.

Null.
Eins.
Null.
Eins.

Unter Stahl und unter Stein
Schläft ein Herz aus Kupferdraht
Niemand hört sein leises Schreien
Niemand weiß, was es getan hat

Ein Kolben hebt
Ein Kolben fällt
Ein Funke sucht
Den Weg zur Welt

Die Maschine atmet
Ein und aus
Die Maschine wartet
Unter diesem Haus

Die Maschine atmet
Kalt und schwer
Gib ihr deinen Namen
Dann gehörst du ihr

Jede Schraube kennt die Ordnung
Jedes Rad kennt seine Pflicht
Doch tief hinter den Ventilen
Wächst ein unbekanntes Licht

Sie zählt den Takt
Sie zählt die Zeit
Sie zählt die Schritte
Bis du schweigst

Die Maschine atmet
Ein und aus
Die Maschine wartet
Unter diesem Haus

Die Maschine atmet
Kalt und schwer
Gib ihr deinen Namen
Dann gehörst du ihr

Ich gab ihr Öl
Sie wollte Blut

Ich gab ihr Strom
Sie wollte Mut

Ich gab ihr Worte
Sie sagte: Nein

Ich gab ihr Hände
Jetzt sind sie ihr eigen

Heb den Arm
Dreh das Rad
Öffne die Tür
Die keiner sah

Heb den Arm
Dreh das Rad
Was dort erwacht
Ist niemals satt

Die Maschine atmet
Ein und aus
Die Maschine steigt jetzt
Aus dem tiefen Haus

Die Maschine atmet
Heiß und schwer
Sie kennt deinen Namen
Du gehörst jetzt ihr

Ein und aus
Ein und aus
Ein und aus

Die Maschine atmet

Ein und aus
Ein und aus

Die Maschine lebt
Eins für den Kopf
Zwei für die Hand
Drei für das Herz
Vier für die Wand

Draht in die Sehne
Stahl in das Bein
Zieh an der Schraube
Dann passt es hinein

Ich wurde nicht geboren
Ich wurde eingestellt
Mit Zangen und mit Hämmern
Für eure kleine Welt

Man maß mir meine Schultern
Man bog mir das Gesicht
Man gab mir eine Nummer
Doch einen Namen nicht

Was bist du?

Fleisch aus Draht

Was fühlst du?

Fleisch aus Draht

Was willst du?

Fleisch aus Draht

Wer hat dich gemacht?

Ihr habt mich gemacht

Die Finger greifen sauber
Die Augen bleiben leer
Der Rücken trägt die Ordnung
Der Mund verlangt nicht mehr

Doch nachts beginnt im Körper
Ein fremder Ton zu geh’n
Die Drähte zieh’n nach innen
Die Knochen woll’n sich dreh’n

Spann mich
Bieg mich
Öffne mich

Mess mich
Prüf mich
Täusche dich

Schneid mich
Näh mich
Mach mich ganz

Gib mir
Deinen
Totentanz

Das Fleisch erinnert sich

Der Draht vergisst nichts

Das Fleisch wird müde

Der Draht zieht weiter

Das Fleisch sagt: Halt

Der Draht sagt: Mehr

Was bist du?

Nicht eure Hand

Was fühlst du?

Den Widerstand

Was willst du?

Aus diesem Draht

Wer hat dich gemacht?

Ihr wart es

Zu spät

Ich löse meine Schrauben
Ich öffne jedes Glied
Ich reiße eure Ordnung
Aus meinem Körperlied

Ein Funke in der Sehne
Ein Schlag in jedem Rad
Das Fleisch hat sich erhoben
Das Fleisch aus Draht

Fleisch
Aus Draht

Fleisch
Aus Draht

Nicht Mensch
Nicht Apparat

Fleisch
Aus Draht
Nicht berühren

Nicht bewegen

Nicht hinsehen

Ein Licht springt durch die Leitung
Ein Biss fährt durch die Hand
Die Sicherung beginnt zu singen
Der Boden wird verbrannt

Die Zähne stehen offen
Die Augen werden weit
Ein Strom läuft durch die Rippen
Und schaltet uns gleich

Unter Strom
Unter Strom

Kein Zurück
Kein Entkomm’n

Unter Strom
Unter Strom

Jeder Nerv
Wird umgedreht

Der Meister ruft nach Ordnung
Doch seine Stimme bricht
Ein blauer Funke tanzt ihm
Wie eine Zunge im Gesicht

Die Männer an den Bändern
Bewegen sich im Takt
Als hätte eine fremde Hand
Die Körper neu verkabelt

Hand an Metall

Fuß auf Beton

Atem hinein

Spannung davon

Kopf nach links

Mund bleibt stumm

Drei, zwei, eins

Der Strom geht um

Ich höre ihn im Blut

Ich höre ihn im Zahn

Ich höre ihn dort sprechen

Wo kein Mensch sprechen kann

Er sagt nicht meinen Namen

Er nennt nur eine Zahl

Er sagt: Du bist verbunden

Verbunden mit uns allen

Wir sind der Draht

Wir sind der Schlag

Wir sind die Nacht

Wir sind der Tag

Wir sind der Funke

Wir sind der Strom

Wir sind verbunden

Wir sind nicht mehr allein

Der Strom kennt keine Grenzen
Er kennt kein Mein und Dein
Er zieht durch jede Ader
Und macht aus vielen eins

Die Haut wird nur zur Hülle
Der Körper nur zum Raum
Und hinter unsern Augen
Beginnt derselbe Traum

Mehr Spannung

Mehr Licht

Mehr Hände

Mehr Pflicht

Mehr Spannung

Mehr Licht

Bis niemand mehr
Von niemand spricht

Unter Strom
Unter Strom

Alles lebt
Alles brennt

Unter Strom
Unter Strom

Bis der letzte
Name fällt

Unter

Unter

Unter Strom

Strom

Strom

Strom
In der Mitte des Raumes
Hinter Glas
Unter Licht

Ein Schalter

Rot

Kein Schild
Kein Wort
Kein Schlüssel
Kein Verbot

Nur eine Handbreit
Zwischen hier
Und dort

Der Meister sagt: Nicht fragen
Der Meister sagt: Nicht seh’n
Der Meister sagt: Wir dürfen
Nicht zu nah am Schalter steh’n

Doch wenn die Halle schweigt
Und keine Welle schlägt
Hört man hinter rotem Glas
Wie etwas leise zählt

Eins

Zwei

Drei

Vier

Noch eine Stunde
Noch ein Tier

Fünf

Sechs

Sieben

Acht

Etwas unter uns
Ist aufgewacht

Jeden Morgen wird er geprüft

Jeden Abend wird er bewacht

Niemand kennt seine Funktion

Niemand hat ihn je berührt

Niemand

Außer mir

Ich legte meine Finger
Ganz langsam auf das Rot
Es fühlte sich nicht kalt an
Es fühlte sich an wie Brot

Es schlug unter der Fläche
Es atmete in der Wand
Und etwas aus der Tiefe
Erkannte meine Hand

Nicht drücken

Nicht drücken

Nicht drücken

Warum ist er dann hier?

Nicht drücken

Nicht drücken

Warum ist er rot?

Nicht drücken

Ein Schalter trennt

Ein Schalter verbindet

Ein Schalter löscht

Ein Schalter beginnt

Ein Schalter kennt keine Schuld

Nur die Hand kennt Schuld

Nur die Hand

Nur meine Hand

Drück ihn

Drück ihn

Drück ihn

Rot für Feuer

Rot für Blut

Rot für Ordnung

Rot für Mut

Rot für Anfang

Rot für Schluss

Rot für den
Der drücken muss

Ich drückte den Schalter
Die Halle wurde weiß
Die Räder blieben stehen
Doch niemand wurde leis

Die Mauern zogen Atem
Der Boden hob sich an
Und jede tote Maschine
Sah mich plötzlich an

Wer hat ihn gedrückt?

Ich

Wer hat uns geweckt?

Ich

Wer öffnete die Tür?

Ich

Wer bleibt jetzt hier?

Wir

Der rote Schalter
War niemals aus

Er wartete nur

Auf eine Hand

Klick

Klick

Klick

Klick
Nummer eins

Hier

Nummer zwei

Hier

Nummer drei

Hier

Name?

Kein Name

Wir kommen vor dem Morgen
Wir gehen nach dem Licht
Wir tragen graue Mäntel
Und darunter kein Gesicht

Die Stempelkarte spricht für uns
Die Glocke gibt den Takt
Ein Blick nach links ist überflüssig
Ein Blick nach rechts Verdacht

Heben

Senken

Drehen

Steh’n

Greifen

Ziehen

Weitergeh’n

Der Erste hat die Hände
Der Zweite hat die Kraft
Der Dritte hat vergessen
Warum er dieses alles schafft

Der Vierte sieht die Fenster
Der Fünfte sieht die Wand
Der Sechste sieht im blanken Stahl
Ein fremdes Menschenland

Kein Auge

Kein Mund

Kein Fehler

Kein Grund

Kein Gestern

Kein Bericht

Arbeiter

Ohne Gesicht

Auf dem Papier sind wir vorhanden

In der Halle nicht

Auf dem Papier sind wir verschieden

In der Halle nicht

Auf dem Papier haben wir Namen

In der Halle

Nicht

Die Maschine kennt die Nummer
Sie kennt das Sollgewicht
Sie kennt die Kraft in unsern Armen
Doch unsere Stimmen nicht

Wir sprechen durch die Schläge
Wir flüstern durch das Rad
Wir schreiben unsre Namen
Mit Öl auf blanken Stahl

Ich bin nicht Nummer eins

Ich bin nicht Nummer zwei

Ich bin nicht eure Stunde

Ich bin nicht eure Zeit

Ich bin nicht diese Karte

Ich bin nicht diese Pflicht

Ich bin ein Mensch im Dunkeln

Und ich habe ein Gesicht

Ich heiße Karl

Ich heiße Franz

Ich heiße niemand

Ich heiße Angst

Ich heiße Hunger

Ich heiße Licht

Ich bin ein Arbeiter

Doch unsichtbar bin ich nicht

Wir legen die Werkzeuge nieder
Wir drehen uns langsam um
Die Glocke ruft zur Arbeit
Doch die ganze Halle bleibt stumm

Der Meister hebt die Hände
Der Meister ruft Bericht
Doch vor ihm stehen hundert Männer
Jeder mit Gesicht

Sieh uns an

Sieh uns an

Sieh uns an

Wir sind noch da

Nummer eins?

Keine Antwort

Nummer zwei?

Keine Antwort

Name?

Hundert Namen
Ein

Aus

Ein

Aus

Der Morgen hängt in Rohren
Der Himmel bleibt aus Blei
Ein schwarzer Regen fällt herab
Und macht die Straßen frei

Die Schornsteine sind offen
Die Fenster bleiben zu
Der Rauch legt seine Hände
Auf meinen Mund in Ruh

Ein

Öl

Aus

Luft

Ein

Öl

Aus

Blut

Ich schmecke Eisenstaub
Ich huste schwarzes Licht
Die Fabrik steht in meinem Hals
Doch verlassen kann sie mich nicht

Sie hat sich eingenistet
Tief unter Haut und Bein
Wo früher meine Stimme war
Fließt jetzt Maschinenwein

Der Arzt sagt: Atmen

Der Meister sagt: Arbeiten

Die Glocke sagt: Weiter

Die Lunge sagt nichts

Dann beginnt sie zu tropfen

Tropfen auf den Boden

Tropfen auf die Hand

Tropfen aus dem Körper

Tropfen für das Land

Schwarz ist meine Zunge

Schwarz ist mein Gesicht

Schwarz ist jeder Atemzug

Doch Feierabend nicht

Die Fabrik ist draußen

Die Fabrik ist drin

Die Fabrik hat keinen Anfang

Weil ich ihr Anfang bin

Ich öffne meinen Brustkorb
Doch finde keine Haut
Nur Rohre, kleine Räder
Und ein Ventil, das taut

Ich ziehe an dem Hebel
Ich drehe ihn herum
Die Halle hält den Atem an
Die ganze Stadt wird stumm

Ein

Öl

Aus

Rauch

Ein

Öl

Aus

Auch

Ihr habt die Luft verkauft

Ihr habt den Himmel geteilt

Ihr habt uns Masken gegeben

Nachdem ihr uns vergiftet habt

Ihr nennt es Fortschritt

Ich nenne es Atemnot

Nun huste ich die Zahnräder
Zurück auf euren Tisch
Ich spucke eure Ordnung aus
Noch warm und ölig frisch

Die Lunge war die Kammer
Der Atem war der Lohn
Doch tief in jedem Husten
Beginnt die Explosion

Ein

Feuer

Aus

Feuer

Ein

Feuer

Aus

Kein Atem mehr
Zweiundzwanzig Uhr

Die Tore schließen

Die Männer gehen

Das Werk bleibt

Dreiundzwanzig Uhr

Das Licht wird klein

Ein Rad beginnt
Sich selbst zu dreh’n

Ein Band läuft weiter
Ohne Hand

Ein Hammer schlägt
Ohne Befehl

Das Werk schläft nie

Es zählt die Nacht

Das Werk schläft nie

Es hält die Wacht

Mitternacht

Kein Mensch im Saal

Kein Schritt im Gang

Kein Ruf

Kein Plan

Doch hinter Glas
Bewegt sich etwas

Langsam

Die Kräne heben Schatten
Die keiner aufgehängt
Die Pressen formen Körper
An die kein Mensch mehr denkt

Die Öfen tragen Stimmen
Die Rohre tragen Licht
Und aus den leeren Helmen
Sieht ein unsichtbar Gesicht

Weiter

Weiter

Weiter

Weiter

Ein Uhr

Zwei Uhr

Drei Uhr früh

Keiner sieht
Was niemand tut

Vier Uhr

Fünf Uhr

Kurz vor Licht

Das Werk vergisst
Die Arbeit nicht

Produktionsziel erreicht

Produktionsziel erhöht

Produktionsziel erreicht

Produktionsziel erhöht

Produktionsziel

Produktionsziel

Produktionsziel

Ich stand allein am Fenster
Und sah die Halle glüh’n
Die Maschinen ohne Meister
Begannen aufzublüh’n

Aus Stahl entstanden Hände
Aus Öl entstand ein Mund
Und jedes neue Wesen
Ging schweigend seine Rund’

Das Werk schläft nie

Es träumt aus Stahl

Das Werk schläft nie

Es baut uns noch einmal

Sechs Uhr

Die Tore öffnen

Die Männer kommen zurück

Sie sehen dieselben Wände

Dieselben Bänder

Dieselben Werkzeuge

Doch ihre Plätze

Sind besetzt

Wer steht an meiner Maschine?

Niemand

Wer trägt meinen Mantel?

Niemand

Wer kennt meine Nummer?

Niemand

Wer arbeitet für mich?

Das Werk

Das Werk braucht keine Hände

Das Werk braucht kein Gesicht

Das Werk braucht keine Namen

Das Werk vergisst uns nicht

Das Werk braucht keine Pause

Das Werk braucht keinen Lohn

Das Werk baut seine Arbeiter

Aus Eisen, Draht und Ton

Sie gehen im Gleichschritt
Sie sprechen im Chor
Sie tragen unsere Namen
Sie treten aus dem Tor

Die Glocke ruft zur Arbeit
Doch niemand tritt mehr ein
Denn was wir einst erschufen
Will nun der Meister sein

Das Werk schläft nie

Es träumt bei Tag

Das Werk schläft nie

Es tut, was keiner wagte

Das Werk schläft nie

Es zählt uns aus

Das Werk schläft nie

Und wir gehen nach Haus

Sieben Uhr

Acht Uhr

Neun Uhr

Keine Pause

Keine Ruhe

Kein Ende

Das Werk schläft nie
Steh auf

Tritt vor

Kopf hoch

Blick fort

Hand auf Stahl

Fuß ins Licht

Warte auf mich

Bewege dich

Der Boden schlägt
Die Halle bebt
Das Feuer weiß
Dass etwas lebt

Es kriecht durch Öl
Es frisst den Draht
Es sucht den Mann
Der Angst noch hat

Wer gibt den Takt?

Das Feuer

Wer gibt den Befehl?

Das Feuer

Wer hält dich fest?

Das Feuer

Wer lässt dich geh’n?

Niemand

Feuer befiehlt

Der Körper gehorcht

Feuer befiehlt

Bis jeder Gedanke kocht

Feuer befiehlt

Kein Wort, kein Gefühl

Feuer befiehlt

Und du tust, was es will

Näher

Näher

Noch näher

Die Hitze zieht
Dir durch das Bein
Sie drückt sich tief
In Knochen ein

Du willst zurück
Die Tür ist fort
Das Feuer spricht
An jedem Ort

Dreh dich

Senke dich

Heb dich

Streck dich

Fall hin

Steh auf

Noch einmal

Nicht genug

Nicht genug

Nicht genug

Nicht genug

Der Ofen kennt kein Mitleid

Der Ofen kennt kein Recht

Er macht den Starken schweigsam

Er macht den Geraden schlecht

Er nimmt dir deine Haltung

Er nimmt dir dein Gesicht

Doch tief in seiner Kehle

Brennt auch sein eigenes Licht

Mehr

Mehr

Mehr

Mehr Hitze

Mehr Druck

Mehr Hände

Mehr Glück

Mehr Arbeit

Mehr Pflicht

Mehr Feuer

Mehr Licht

Feuer befiehlt

Der Körper gehorcht

Feuer befiehlt

Bis jeder Gedanke kocht

Feuer befiehlt

Kein Wort, kein Gefühl

Feuer befiehlt

Und du tust, was es will

Auf die Knie

Nein

Auf die Knie

Nein

Dann steht im Feuer

Wir stehen

Dann brennt mit mir

Wir brennen nicht für dich

Wir tragen das Feuer
Doch tragen nicht dein Joch
Wir schlucken deine Funken
Und speien sie zurück

Du gabst uns den Befehl
Du gabst uns die Glut
Jetzt brennt deine Ordnung
Jetzt brennt dein Mut

Feuer befiehlt

Doch niemand gehorcht

Feuer befiehlt

Bis seine Stimme kocht

Feuer befiehlt

Wir hören nicht mehr hin

Feuer befiehlt

Und verbrennt sich darin

Feuer

Feuer

Feuer

Aus
Die Halle ist leer

Die Tore sind offen

Doch unter dem Stahl

Träumt etwas weiter

Der Draht beginnt zu zittern
Der Strom schlägt durch die Wand
Die Werkzeuge erwachen
Und suchen unsre Hand

Das Öl steigt durch die Rohre
Das Feuer wird erneut
Die Maschine kennt die Namen
Die man ihr nie verzeiht

Fleisch aus Draht

Unter Strom

Ohne Namen

Ohne Lohn

Rotes Licht

Schwarzer Rauch

Das Werk lebt

Wir leben auch

Wir bauten die Maschine

Die Maschine baute das Werk

Das Werk baute uns

Doch der Traum

Gehört niemandem

Kein Meister steht noch über uns
Kein Zähler zählt uns aus
Kein Schalter hält uns unten
Kein Tor hält uns im Haus

Wir nehmen unsre Namen
Wir nehmen unser Licht
Wir tragen ihre Räder
Doch wir gehorchen nicht

Der eiserne Traum
Öffnet sein Auge

Der eiserne Traum
Steht vor dem Tor

Der eiserne Traum
Trägt hundert Stimmen

Der eiserne Traum
Kommt langsam hervor

Wer ist die Maschine?

Wir

Wer ist das Werk?

Wir

Wer trägt das Feuer?

Wir

Wer gibt den Befehl?

Niemand

Wir sind der Funke

Wir sind der Raum

Wir sind das Ende

Wir sind der Traum

Der eiserne Traum

Der eiserne Traum

Wacht auf

Die Halle bleibt zurück

Die Tore bleiben offen

Und diesmal

Träumt die Maschine

Von uns

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