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Klassischer Albumguide

Shoot Out at the Fantasy Factory

Traffic · 1973 · Psychedelic Rock / Jazz Rock

Im Januar 1973 bei Island erschienen, ist Shoot Out at the Fantasy Factory Traffics sechstes Studioalbum mit fünf Titeln, von Winwood und Capaldi in Strawberry Hill auf Jamaika produziert und von Hood und Hawkins rhythmisch neu geformt.

Veröffentlicht im Januar 1973Sechstes Studioalbum mit fünf TitelnProduziert von Steve Winwood und Jim Capaldi
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Die Platte

Auf einen Blick

Künstler
Traffic
Veröffentlicht
Januar 1973
Album
Sechstes Studioalbum
Originaltitel
Fünf
Label
Island
Produktion
Steve Winwood und Jim Capaldi

Warum sie wichtig ist

Traffic wechselt die Rhythmusgruppe und prüft Geduld als Form

Shoot Out dokumentiert einen echten Personalwechsel: David Hood und Roger Hawkins ersetzen Ric Grech und Jim Gordon in Bass und Schlagzeug und bringen Muscle-Shoals-Disziplin in Traffics lange Formen.

Fünf Titel erfüllen getrennte Funktionen: Riff-Eröffnung, Ritualgroove, akustischer Abendsong, Wood-Instrumental und ein Finale über kreative Erschöpfung.

Chris Wood erhält mit dem gemeinsam mit Terry Adams geschriebenen Tragic Magic ein seltenes Autoren- und Bläserzentrum.

Klare Stimmen und wiederholte Zyklen verlangen Aufmerksamkeit für kleine Veränderungen; Dauer ist Methode, auch wenn spätere Ausgaben kürzten.

US-Erfolg zeigte ein starkes Albenpublikum nach Low Spark, während spätere Urteile deutlich geteilt blieben.

Die Produktion tarnt Hood und Hawkins nicht als ihre Vorgänger, sondern baut lange, stetige Fundamente um ihre Ökonomie.

Fünf Indexeinträge enthalten interne Bewegungen, Codas und Instrumentalgespräche, die Aufmerksamkeit im LP-Seitenmaßstab verlangen.

Jamaika, 1972

Von der Low-Spark-Tournee zur Studioarbeit auf Jamaika

Nach intensiver Low-Spark-Tournee waren Grech und Gordon nicht mehr die Studiorythmusgruppe.

David Hood und Roger Hawkins kamen zu Winwood, Capaldi, Wood und Kwaku Baah.

Aufgenommen wurde in Islands Strawberry Hill in Jamaika; Winwood und Capaldi produzierten, Jerry Masters und Steve Melton betreuten die Technik.

Barry Beckett und Jimmy Johnson liefern ausgewählte Keyboards und Klarinettenfarbe, ohne zum beworbenen Traffic-Kern zu werden; Capaldi singt keinen Album-Lead.

Island veröffentlichte die Fünf-Titel-LP im Januar 1973; On the Road dokumentierte danach Konzertfassungen derselben Phase.

Britische Leiter, ghanaische Perkussion und eine amerikanische Südstaaten-Rhythmusgruppe trafen in Jamaika zusammen; daraus folgt kein einzelner Nationalstil.

Spätere Masters kürzten teils Roll Right Stones und das Ende von Sometimes I Feel So Uninspired, wodurch Laufzeit zur Editionsfrage wird.

Ein verändertes Traffic

Traffics Kern mit Hood, Hawkins und Kwaku Baah

Steve WinwoodLeadgesang, Gitarre, Keyboards und Produktion
Jim CapaldiSchlagzeug, Perkussion, Keyboards, Gesang, Songwriting und Produktion
Chris WoodFlöte, Saxofon und Songwriting
David HoodBass
Roger HawkinsSchlagzeug
Reebop Kwaku BaahPerkussion
Barry Beckett und Jimmy JohnsonAusgewählte Keyboards und Klarinette
Jerry Masters und Steve MeltonTontechnik

Winwoods Gitarre tritt stärker hervor, Capaldi verteilt sich auf Rhythmus und Produktion, Wood erscheint seltener und dadurch besonders markant.

Hoods tiefe stabile Muster verankern Harmonie und Perkussion, ohne Wiederholung statisch zu machen.

Hawkins spielt präzise und ökonomisch; mit Kwaku Baahs unabhängiger Perkussion bleibt der Rhythmus fest und intern beweglich.

Sessiongäste liefern begrenzte Farbe und dürfen nicht zu einer festen achtköpfigen Traffic-Besetzung ausgeweitet werden.

Capaldi und Hawkins teilen die Rhythmushierarchie wechselnd, nicht als auffälliges Lead-und-Begleit-Schlagzeugduo.

Hoods songorientierte Studioerfahrung hält lange Titel harmonisch gerichtet, auch wenn andere Instrumente das Zentrum verlassen.

Winwoods alleiniger Leadgesang verbindet die fünf Werke, doch Wood und die Rhythmusspieler verhindern ein Soloalbum.

Langform-Studio-Rock

Lange Grooves, klare Stimmen und weniger dichte Bläser

Der Titelsong hält seinen stumpfen Gitarrenriff mit Stimme, Orgel und wachsender Perkussion unter Spannung; Roll Right Stones verändert zyklisch Textur und Akzent.

Evening Blue nimmt Druck heraus und schafft mit Akustikgitarre, weichen Keyboards und zurückhaltendem Gesang eine nächtliche Lichtung.

Tragic Magic stellt Woods Bläser ins Zentrum und lässt Rhythmus ein wortloses Instrumentalnarrativ tragen.

Sometimes I Feel So Uninspired wächst vom Bekenntnis in ein langes Gitarrenende und macht Inspirationsermüdung zum Aufführungsmaterial.

Der jamaikanische Aufnahmeort macht kein Reggae-Album; hörbar bleibt Traffics Mischung aus Rock, Soul, Jazz und Perkussion.

Gegenüber Low Spark wiegen Gitarre, Bass und Wiederholungsperkussion stärker, exponierte Saxofonmomente werden seltener.

Seite eins steigt vom Titelriff zu Roll Right Stones, Seite zwei von Ruhe über Bläser zum langen vokal-gitarristischen Ausbruch.

Stille und Fadelänge gehören zur Form; ein früher Digitalfade macht das absichtlich beharrliche Finale konventionell kurz.

Titel für Titel

Fünf Stücke auf zwei ausgedehnten LP-Seiten

01

Shoot Out at the Fantasy Factory

Winwood und Capaldi machen die kreative Industrie zur Riffkonfrontation, während Hood, Hawkins und Kwaku Baah das Fabrikbild verdichten.

02

Roll Right Stones

Der längste Titel verbindet Steinkreis-Bilder, wiederholte Rufe und graduelle Rhythmusvariation; Ziel ist inkrementelle Veränderung statt Ankunft.

03

Evening Blue

Akustikgitarre und nahe Stimme eröffnen Seite zwei in Abendruhe und geben Einsamkeit klare Ränder.

04

Tragic Magic

Woods und Terry Adams’ Instrumental gibt Flöte und Saxofon die Hauptmelodie und erzeugt ein mehrdeutiges Feld.

05

(Sometimes I Feel So) Uninspired

Winwood und Capaldi benennen kreative Leere; die lange Gitarrencoda macht Beharrlichkeit zur Handlung, ohne Unsicherheit zu leugnen.

Fünf Zustände

Fabriken, Steine, Abend und kreative Müdigkeit

Fabrik, alte Steine und uninspirierter Künstler untersuchen Schaffen unter Druck; Evening Blue stellt private Stille zwischen öffentliche und historische Maßstäbe.

Tragic Magic prüft wortloses Ausdrucksvermögen, das Finale endet mit Arbeit statt leichtem Triumph.

Fantasie ist hier Arbeitsplatz: Ideen werden produziert, bestritten und erschöpft, ohne durchgehende Fabrikhandlung.

Kreisbewegung verbindet Roll Right Stones mit Riffs und langen Fades; Bewegung bleibt ohne sichere Ankunft.

Abendblau und Bläserinstrumental schaffen nichtindustrielle Räume zur Erholung vor der letzten Ermüdung.

Island ILPS 9224

Tony Wright kehrt zur industriellen Fantasie zurück

Tony Wrights dichte surreale Fabrikillustrationen kontrastieren die weite jamaikanische Aufnahme; ähnliche Hüllen verraten nicht, ob ein gekürzter Master verwendet wird.

Januar 1973

Island, Januar 1973

Island veröffentlichte das sechste Traffic-Studioalbum im Januar 1973 mit fünf Titeln und etwas über 37 Minuten; es erreichte US-Top-Ten und Gold.

Kritik war geteilter als bei John Barleycorn oder Low Spark, doch Einwände gegen Wiederholung beweisen keine unfertigen Sessions.

Die fünf Titel trennen das Studioalbum klar von On the Road, auch wenn Konzertfassungen zeitnah und länger sind.

Kommerzieller Erfolg und gemischte Kritik können zugleich gelten.

Das sechste Traffic-Album

Eine umstrittene Fortsetzung, keine misslungene Kopie

Das Album hält Hood und Hawkins im Studiokatalog fest; Tragic Magic ist ein seltenes Wood-Zentrum, Roll Right Stones ein klares Experiment mit zyklischer Langform.

Das Finale macht kreative Unsicherheit direkt und wurde live länger; Unterschied zur Vorgängerplatte ist nicht automatisch Niedergang.

Mastervarianten

Originale Langfassungen und spätere Kürzungen

Fünf vollständige Titel bis zum langen Uninspired.
Einige Pressungen kürzen Roll Right Stones und den Schlussfade.
Stellt das vollständige Originalprogramm wieder her.

Prüfen Sie Laufzeiten, enden Sie nach Sometimes I Feel So Uninspired, halten Sie On the Road getrennt und hören Sie Hood/Hawkins als neue Rhythmusgruppe.

Ein guter Master bewahrt Tiefbass, trockenen Schlagzeuganschlag, Congas und vollständige Gitarrenfades; Artwork allein identifiziert den Master nicht.

Tragic Magic muss zwischen Evening Blue und Finale bleiben, weil der wortlose Bläserraum den Anstieg von Seite zwei verständlich macht.

Vergleichen Sie Livefassungen erst nach dem Studioalbum, da Konzerterweiterung die Jamaika-Arrangements nicht exakt wiedergibt.

Ein Hörweg

Die neue Rhythmusgruppe nach ihren eigenen Maßstäben hören

  1. Erkennen Sie die wiederkehrende Gitarrenfigur des Titelsongs und jede hinzugefügte Schicht.
  2. Verfolgen Sie in Roll Right Stones Veränderungen von Perkussion und Stimmdichte.
  3. Nutzen Sie Evening Blue als dynamischen Tiefpunkt des Albums.
  4. Behandeln Sie Tragic Magic als Woods Komposition, nicht als Zwischenspiel.
  5. Lassen Sie die Schlusscoda den vollständigen Originalmaster beenden.

Recherche und Quellen

Quellen und weiterführende Lektüre

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