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Hörempfehlungen

Bands, die Progressive Rock, Psychedelic Rock und Krautrock prägten. Wo man beginnen kann, welche Alben zentral sind und warum sie noch immer zählen.

Progressive Rock

Aus Jazz, Klassik und den experimentellen Rändern des Rock der späten Sechziger entstanden, erweiterte Progressive Rock die Vorstellung davon, was ein Song sein konnte. Seitenlange Kompositionen, ungerade Taktarten und Konzeptalben machten Form selbst zum Experiment.

King Crimson bei einem Auftritt

King Crimson

UK · 1969–heute

Robert Fripps wechselnde Besetzungen verbanden früh orchestrale Klangfarben, harte Dynamik und offene Formen. In the Court of the Crimson King bündelte diese Sprache 1969 zu einem prägenden frühen Progressive-Rock-Album.

Zentrale Alben
In the Court of the Crimson King (1969)
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Red (1974)
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Discipline (1981)
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Yes bei einem Auftritt

Yes

UK · 1969–heute

Yes verbanden mehrstimmigen Gesang, instrumentale Virtuosität und groß angelegte Formen. Die Alben von 1971 bis 1974 zeigen, wie technische Komplexität zugleich melodisch und unmittelbar wirken kann.

Zentrale Alben
Close to the Edge (1972)
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Fragile (1971)
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Tales from Topographic Oceans (1973)
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Genesis bei einem Auftritt

Genesis

UK · 1967–1998; Reunions 2006–2007 und 2020–2022

Mit Peter Gabriel als Sänger entwickelten Genesis detailreiche, theatralische Erzählwelten. Selling England by the Pound verbindet englische Bildsprache, lange Formen und fein abgestufte Arrangements besonders geschlossen.

Zentrale Alben
Selling England by the Pound (1973)
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The Lamb Lies Down on Broadway (1974)
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Nursery Cryme (1971)
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Emerson, Lake & Palmer bei einem Auftritt

Emerson, Lake & Palmer

UK · 1970–1979; 1991–1998; einmalige Reunion 2010

Emerson, Lake & Palmer übertrugen klassische Vorlagen, elektronische Keyboards und die Kraft eines Rocktrios in groß angelegte Arrangements. Keith Emersons Tastenarbeit, Greg Lakes Gesang und Carl Palmers Schlagzeug bestimmen den unverwechselbaren Maßstab der Band.

Zentrale Alben
Tarkus (1971)
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Brain Salad Surgery (1973)
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Jethro Tull bei einem Auftritt

Jethro Tull

UK · 1967–heute

Unter Ian Anderson verbanden Jethro Tull Flöte, Rockband, britische Folk-Einflüsse und literarisch geprägte Texte. Alben wie Aqualung und Thick as a Brick zeigen ihre Spannweite zwischen knappen Songs und ausgedehnten Formen.

Zentrale Alben
Aqualung (1971)
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Thick as a Brick (1972)
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Gentle Giant bei einem Auftritt

Gentle Giant

UK · 1969–1980

Gentle Giant verbanden Progressive Rock mit Kontrapunkt, komplexen Rhythmen und ungewöhnlich breiter Instrumentierung. Ihre Arrangements greifen auf mittelalterliche und Renaissance-Klangvorstellungen zurück, ohne den Charakter einer Rockband zu verlieren.

Zentrale Alben
Octopus (1972)
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Free Hand (1975)
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Psychedelic Rock

Psychedelia erweiterte Songform und Klangraum. Von San Francisco bis London nutzten Bands das Studio als Instrument und verbanden Rock mit neuen Aufnahmetechniken, Improvisation und veränderter Wahrnehmung.

Pink Floyd bei einem Auftritt im Earls Court 1973

Pink Floyd

UK · 1965–2014

Pink Floyds frühe Jahre mit Syd Barrett stehen für kompakte britische Psychedelia; die spätere Phase entwickelte daraus großflächige, konzeptuelle Studioalben. Der Übergang zwischen beiden Epochen macht die Diskografie besonders aufschlussreich.

Zentrale Alben
The Piper at the Gates of Dawn (1967)
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Meddle (1971)
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Wish You Were Here (1975)
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The Doors bei einem Auftritt

The Doors

USA · 1965–1973

The Doors arbeiteten ohne festes Bassmitglied; Ray Manzarek übernahm im Konzert häufig Basslinien auf dem Keyboard. Orgel, Gitarre, Schlagzeug und Jim Morrisons Gesang gaben der Band ihren dunklen, theatralischen Klang.

Zentrale Alben
The Doors (1967)
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Strange Days (1967)
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Love auf einer historischen Bandaufnahme

Love

USA · 1965–1974

Arthur Lees Band verband Folkrock, Psychedelia und kammermusikalische Arrangements. Forever Changes aus dem Jahr 1967 ist der geschlossenste Ausdruck dieser Mischung aus akustischer Feinheit und unterschwelliger Unruhe.

Zentrale Alben
Forever Changes (1967)
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Da Capo (1967)
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13th Floor Elevators auf einer historischen Bandaufnahme

13th Floor Elevators

USA · 1965–1969

Die 13th Floor Elevators aus Austin gehörten zu den frühesten Bands, die „psychedelic“ ausdrücklich zur Beschreibung ihrer Musik verwendeten. Roky Ericksons Gesang und Tommy Halls elektrisch verstärkter Jug prägen den rohen Klang ihres Debüts.

Zentrale Alben
The Psychedelic Sounds Of… (1966)
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Easter Everywhere (1967)
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The Pretty Things auf einer historischen Bandaufnahme

The Pretty Things

UK · 1963–2018

The Pretty Things entwickelten sich vom rauen Rhythm-and-Blues zu psychedelischen Studioarbeiten. S.F. Sorrow erschien 1968 als frühe zusammenhängende Rockerzählung; Parachute führte ihre experimentelle Albumarbeit weiter.

Zentrale Alben
S.F. Sorrow (1968)
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Parachute (1970)
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Spirit auf einer historischen Bandaufnahme

Spirit

USA · 1967–1997

Spirit verbanden Randy Californias Gitarre mit Ed Cassidys jazzgeprägtem Schlagzeug und komplexer Studioarbeit. The Twelve Dreams of Dr. Sardonicus bietet einen besonders vielseitigen Einstieg in ihre psychedelische, jazzige und melodische Seite.

Zentrale Alben
The 12 Dreams of Dr. Sardonicus (1970)
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Clear (1969)
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Krautrock

In Westdeutschland suchten viele Bands der späten Sechziger und Siebziger nach Alternativen zu angloamerikanischen Rockmustern. Daraus entstanden sehr unterschiedliche Ansätze zwischen Improvisation, Motorik, Elektronik, Collage und psychedelischem Rock.

Can bei einem Auftritt

Can

Deutschland · 1968–1979

Can entwickelten lange, hypnotische Grooves aus kollektiver Improvisation, Jaki Liebezeits präzisem Schlagzeug und Holger Czukays Tonbandschnitt. Tago Mago zeigt besonders deutlich, wie die Band Improvisationen in Albumform überführte.

Zentrale Alben
Tago Mago (1971)
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Ege Bamyasi (1972)
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Future Days (1973)
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Michael Rother von Neu! bei einem Auftritt

Neu!

Deutschland · 1971–1975

Michael Rother und Klaus Dinger gründeten Neu! nach ihrer Zeit bei Kraftwerk. Dingers gleichmäßiger Vorwärtsrhythmus und Rothers offene Gitarrenflächen halfen, den später „Motorik“ genannten Ansatz zu definieren.

Kraftwerk bei einem Auftritt mit elektronischen Instrumenten

Kraftwerk

Deutschland · 1970–heute

Ralf Hütter und Florian Schneider entwickelten Kraftwerk zu einem konsequent elektronischen Ensemble. Von Autobahn bis Computerwelt verband die Band wiederholte Rhythmen, synthetische Klangfarben und präzise Bildsprache.

Zentrale Alben
Autobahn (1974)
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Trans-Europe Express (1977)
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The Man-Machine (1978)
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Tangerine Dream bei einem Auftritt mit elektronischen Instrumenten

Tangerine Dream

Deutschland · 1967–heute

Edgar Froeses Tangerine Dream prägten die sequenzer- und synthesizerbasierte Elektronik der Berliner Schule. Phaedra und Rubycon verbinden wiederholte elektronische Muster mit langsam wandelnden Klangräumen.

Zentrale Alben
Phaedra (1974)
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Rubycon (1975)
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Faust bei einem Auftritt

Faust

Deutschland · 1971–heute

Faust arbeiteten mit Collage, Geräusch, Melodie, Fundklängen und abrupten Schnitten. Die Musik wirkt oft zugleich aufgebaut und zerlegt; genau diese Offenheit unterscheidet ihre Alben von geradlinigerem Krautrock.

Zentrale Alben
Faust (1971)
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The Faust Tapes (1973)
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Amon Düül II bei einem Auftritt

Amon Düül II

Deutschland · 1969–heute

Amon Düül II gingen aus der Münchner Kommune Amon Düül hervor und verbanden ausgedehnte Psychedelia mit härteren Rockpassagen. Das Doppelalbum Yeti kombiniert komponierte Stücke und Improvisationen zu einem zentralen frühen Werk der Band.

Zentrale Alben
Yeti (1970)
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Phallus Dei (1969)
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Wie diese Klänge Gestalt annahmen

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